Vorlesetag 2016

Delfinklasse 1a Anna-Langohr-Schule (Quelle Schunk)Größere Abbildung anzeigen

Im digitalen Zeitalter ist das Lesen eines Buches schon nicht mal mehr zweitrangig. Und das merkt man ganz besonders bei den ganz Kleinen. Diese verbringen mittlerweile viel mehr Zeit vor dem Fernseher und der Spielkonsole als sich mit einem spannenden Buch zu beschäftigen.


Kinderbuch statt Spielkonsole

Um das Lesen wieder attraktiver zu machen, hat die Stiftung Lesen den bundesweiten Vorlesetag ins Leben gerufen. Seit 2004 findet an jedem dritten Freitag im November die bundesweite Aktion statt. Dieses Jahr zum dreizehnten Mal. Ein deutliches und öffentlichkeitswirksames Zeichen soll damit gesetzt werden, um die Lust am Lesen wieder zu entdecken. Und mehr noch – es „sollen dadurch die Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden“, so die Stiftung Lesen.

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Hier ist Masse auch Klasse

Über 130.000 Vorleserinnen und Vorleser haben sich am 18. November in Schulen, Kindergärten und Bibliotheken zum Vorlesen getroffen. Spitzenreiter der einzelnen Bundesländer war Nordrhein-Westfalen mit insgesamt knapp 35.000 Vorleserinnen und Vorlesern. Dabei gab es auch diesmal wieder ungewöhnliche Plätze, wie zum Beispiel ein Riesenrad, ein Flugzeug oder ein Tierpark. Alle Akteure wollten damit zeigen, wie schön und wichtig das Vorlesen ist. Mit viel Leidenschaft soll die Begeisterung für das Lesen und Vorlesen geweckt und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt gebracht werden.

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Persönliches Engagement zahlt sich aus

Stabsfeldwebel Stefan Schunk war einer der Vorleser. In einer Grundschule in Köln-Heimersdorf saß er Freitagmorgen vor 22 gespannten und neugierigen Gesichtern. Die Klasse 1a der Anna-Langohr-Schule, auch Delfinklasse genannt, wartete schon erwartungsvoll im Halbkreis um den Leseplatz, als Stabsfeldwebel Schunk von zwei Kleinen in die Klasse geführt wurde. Nachdem er Platz genommen hatte, wurde aus der unruhigen, eine neugierige Klasse. Und die Neugier wuchs, als Stabsfeldwebel Schunk den Jungen und Mädchen erzählte, was er vorlesen möchte.

Passend zur Adventszeit las er eine Geschichte, die von der Weihnachtszeit handelte. Bis zum Ende spitzte die Delfinklasse die Ohren und hörte gespannt zu. Als die Geschichte zu Ende war und das Buch zugeklappt wurde, gingen sofort die Finger in die Luft und die Kleinen hatten viele Fragen. Es war ein gelungener Vorlesetag und man hatte das Gefühl, tatsächlich bei dem ein oder anderen das Interesse geweckt zu haben, noch einmal eine Geschichte vorgelesen zu bekommen.

Dieses Jahr war der Vorlesetag ein großer Erfolg. Nächstes Jahr im November findet er wieder statt, vielleicht mit noch mehr Vorlesern und vielleicht beteiligt sich auch die Bundeswehr bei dieser Aktion. Stabsfeldwebel Schunk wird auf jeden Fall wieder dabei sein.

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